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JC Dwyer

JC Dwyer wurde am 9. Januar 1971, als das älteste von vier Kindern, in Houston, Texas geboren. In einer überfüllten Großstadt also, in der es kaum genug Luft zum Atmen gab. Heiß und stickig. Als JC acht wurde, hatte der Vater, ein hart arbeitender Schreiner, genug von Houston und siedelte die ganze Familie nach West Palm Beach in Florida um. Florida ist die eigentliche Heimat von JC Dwyer.

Als ich noch ein Kind war, habe ich typisches Kinderzeug gemacht. Das übliche. Ich habe mich tierisch für Filme interessiert, für Cartoons, oder ich war mit meinen Freunden draußen unterwegs, auf dem Fahrrad oder so. Ich war nie wirklich an Sport interessiert. Hat mich nie so interessiert. Ist auch heute nicht so mein Ding.

Wie es bei unzähligen Musikern der Fall ist, war es auch bei JC Dwyer eher der familiäre Einfluss, der ihn mit der Musik in Kontakt brachte. Allerdings war nicht gleich von Anfang an klar, welches Instrument er spielen wollte.

Also mein Vater hat sich sehr viel mit Musik beschäftigt, als ich klein war. Der hat viel Musik gehört. Meistens Rock und Country Zeug aus der damaligen Zeit. Jethro Tull, Lynyrd Skynyrd, ZZ Top und all das. Bis John Prine, Willie Nelson, David Allen Coe und so. Daher habe ich auch immer diese Musik geliebt und das war echt eine geile Basis auf die man bauen konnte. Die ersten Bands, für die ich mich dann auf eigene Faust interessiert habe, waren Led Zeppelin und Van Halen. Das waren so die Bands, die wirklich dafür gesorgt haben, dass ich selber Musik spielen und nicht nur hören wollte.
Also ich wusste schon, dass ich ein Instrument spielen wollte, aber ich wusste am Anfang noch nicht welches. Dann, als ich 14 war, war ich bei einem Freund im Haus und er legte Led Zeppelin´s IV auf und ich habe mir bewusst das ganze Teil angehört. Das war das erste Mal, dass es mich wirklich „gepackt“ hat. Da gab es was im Sound von John Bonham´s Drumming, das die Musik so bewegt hat und er ist deshalb der Grund, warum ich die Drumsticks überhaupt in die Hand genommen habe. Ganz klar. Aber als ich dann erst mal angefangen hatte zu spielen, begann ich mich auch für den Style und den Sound meiner anderen Lieblingsdrummer zu interessieren. Und das war damals Alex van Halen. Diese beiden waren ohne Zweifel mein größter Einfluss und ihr Spiel war einfach perfekt. Nichts zu Durchgeknalltes, ok? Hau einfach alles weg, was dem Groove im Weg steht und bring den Chorus zum Explodieren.

Ich habe also mit 14 angefangen und erst mal nur mit Freunden gejammt. Meine erste richtige Band war eine Trash Band, die sich RAPED APE nannte. Da war ich 17. Das war die Band, in der ich gelernt habe, richtig zu malochen als Drummer. Danach bin ich bei einer Heavy Rock Band eingestiegen, die sich GONEMAD nannte. Wir waren sehr viel auf Tour und ich habe da viele gute Erfahrungen machen können und habe viel gelernt über das Touren. Zum Ende von RAPED APE und noch während GONEMAD war ich aber auch Sänger bei einer echt coolen Rock´n Roll Band, die THE MIGHTY SHRILL hieß. Die hörten sich an wie ZZ Top, Motörhead und Van Halen, alle in einem Topf. Mörderband.

Als GONEMAD und SHRILL auseinanderfielen, habe ich eine Zeitlang keine Drums mehr gespielt. Da war ich dann mit meinem Bruder in einer Band, die SOULBENT hieß und in der ich Gitarre gespielt habe. Das war ein Heavy Rock Ding mit so einem Südstaaten Flair. Zu der Zeit wollte ich meine eigenen Songs schreiben und Gitarre spielen und einfach mal keine Drums mehr spielen.

Das dauerte so ca. ein Jahr oder so, bis ich doch wieder an den Drums saß, weil ich bei Pro-Pain untergekommen war. Ja und das war dann die Zeit, in der ich die ECHTE Tour Erfahrung sammelte. Die Jungs sind ja die ultimativen Straßenköter.

JC Dwyer hatte also schon einige Band-Stationen durchlaufen, war mehrfach um die Welt gereist, hatte eine immense Tourerfahrung und war ein absoluter Vollprofi, als er schließlich auf Stephan Weidner traf.

Ich habe Stephan am Lausitzring getroffen, wo Pro-Pain das Vaya Con Tioz-Festival der Onkelzgespielt hat. Etwas später im gleichen Jahr (2005) als wir in Deutschland auf Tour waren, kam Till (Erdenberger) – ein gemeinsamer Freund von Stephan und mir – bei einem Gig vorbei und wir sprachen darüber, wer was gerade so machte. Er erzählte mir, dass Stephan an einem Soloprojekt arbeitet, dass er aber nicht den richtigen Drummer finden würde. Also habe ich Till natürlich gesagt, „Alter, richte ihm aus, dass ich mit ihm jederzeit jammen würde!“ und er sagt, „Ok, mache ich“ und anscheinend hat er´s tatsächlich getan.
Ein paar Monate später bekamen wir einen Anruf, ob wir mit Pro-Pain rüberkommen und ein paar Tracks für „Schneller, Höher, Weidner“ einspielen wollten, weil es so eine All-Star-Geschichte werden würde. Das haben wir dann getan und es war sehr cool und eine Menge Spaß. Stephan und ich kamen irgendwie total gut klar miteinander und er lud mich dann später zu einer zweiten Session ein, zu der ich alleine anreiste, um noch ein paar Songs einzuspielen. Das war dann auch der Zeitpunkt, an dem wir etwas ernsthafter über alles redeten und er erzählte mir, dass er nach dem Album Release auf Tour gehen würde und dass er mich gerne als Drummer dabei hätte und er mich gerne in der Live-Band dabei hätte.

Der Rest ist DER W-Geschichte, denn das jetzige Lineup spielt seit der ersten Tour zusammen.

Wenn wir schreiben oder proben, spielen wir alle zusammen. Manchmal über Stunden, damit wir´s auf die Reihe kriegen und um Details auszuarbeiten. Wenn wir aber aufnehmen, dann geht alles etwas „chirurgischer“ zu, dann konzentrieren wir uns alle nur auf einen Musiker während der Aufnahmephase. Aber die Quintessenz ist, dass wir alle sehr hart und sehr viel arbeiten und dass wir alle sehr gut miteinander klarkommen. Ok es fing natürlich mit Stephan und „diesen anderen Typen“ an, aber es ist wirklich gewachsen, es ist wirklich eine Band draus geworden. Stephan ist der Spielführer und wir alle zusammen sind ein Team. Wir haben uns mittlerweile gegenseitig als Spieler und als Menschen kennengelernt. Dirk ist ein ganz erstaunlicher Gitarrist und Henning ist ebenso gut. Der hat einen saucoolen Stil am Bass und wir lachen viel zusammen. Ja und Micha (Mainx) ist der Typ, der das alles möglich macht und mit dem man toll zusammenarbeiten kann. Du kannst sagen, was du willst: DER W fing als Projekt an, aber inzwischen sind wir eine echte Band. Und das fühlt sich verdammt gut an!“

 



Nächstes Bandmitglied
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Henning Menke