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VagabundosDeLujo-27(1)

Kurz vor dem Finale: zwei weitere Stories von Barish

Gepostet am 21. April 2016

Bevor heute schon wieder das Tourfinale in Magdeburg ansteht und diese dreiwöchige Rock`n`Roll Klassenfahrt beendet ist, gibt es nochmal zwei schöne Geschichten von Barish (Vagabundos de Lujo). Viel Vergnügen:

13

Neu Isenburg: Die dreizehnte Show und ein Heimspiel für Stephan. Aber wie das mit der 13 ebenso ist – manchmal klebt Scheiße dran.
Die Fahrt von Berlin nach Isenburg war lang und der freie Tag ziemlich kurz. Am nächsten Morgen traf ich Dirk beim Frühstück im Backstage. Der war auch nicht mehr ganz taufrisch und den Lichtmann hatte es auch erwischt. Stephan bestellte einen Arzt in den Backstage. Der gab mir erst mal was für meinen Hals, da ich meine Stimme irgendwo zwischen Hamburg und Dresden verloren hatte. Ich klang wie Marlon Brando in dem Film „Der Pate“. Dann bekam ich eine Infusion und hing 20 Minuten lang am Tropf. Dirk ging es genauso und auch der Lichtmann bekam seine Behandlung.

Danach war alles fantastisch und wir fühlten uns stark und fit für die Show. Die Show, die Stephans Heimspiel sein würde. Sogar Kevin war gekommen, um sich das anzusehen. Wenig später erfüllte ein unfassbar guter Geruch den ganzen Backstage Bereich. Der Koch hatte angefangen sein Werk zu tun und der Souncheck ging ohne Probleme über die Bühne. Vor der Halle trafen wir noch eine kleine Gang von „La Familia“ und dann war Showtime. Stephan war in Bestform, JC ließ die Stöcke fliegen und Dirk ritt auf dem Druck brennender Gitarrensounds über die Bühne, während Henning und Felix den Rhythmus unaufhörlich in die Halle pumpten. Dann kam die Ansage zu dem Lied für Stephans Sohn Elvis und seine Widmung an alle Kinder. Dirk untermalte den unschuldigen Moment mit der Melodie von Pippi Langstrumpf… und dann geschah es: der mächtige Dirk ging zu Boden, und weil er seine Gitarre schützen wollte, schlug er mit über hundert Kilo Lebendgewicht ungebremst auf. Als die Lichter wieder angingen, saß Dirk auf einem Barhocker und brachte so die Show zu Ende – trotz starker Schmerzen. Der pure Rock`n`Roll!
Aber was war passiert? Nach den Infusionen des Arztes fühlten wir uns top fit. Die Strapazen, der bis jetzt fast 5000 Kilometer Fahrt und den 12 Shows, in denen alle alles gegeben haben, war wie Morgentau von uns abgeperlt und wir fühlten uns wie junge Rennpferde kurz vor dem Startschuss. Und als Dirk das Pippi Langstrumpf Lied spielte, hatte er einmal zu viel mit den Hufen gescharrt und ist auf ein Kabel getreten. Das Kabel rollte seitlich weg und Dirk verlor das Gleichgewicht. Als Dirk uns das Bild heute Morgen in Hannover beim Frühstück wieder in Erinnerung rief, haben wir Tränen gelacht.

dididididi dada dadaa daa … fffffftt … Oh shit! … BAMM … aua aua aua

Ob es der Meniskus oder das Kreuzband ist, wissen wir noch nicht, aber eines ist klar: Dirk spielt heute wieder im Sitzen, aber er spielt – weil er Eier hat!
Gute Besserung !

Die Schattenmänner

Diese Geschichte handelt von zwei Männern, die keiner sieht, aber ohne die wir alle ganz schön alt aussehen würden. Sie sind immer da, aber trotzdem fast unsichtbar wie ein Schatten.
Ich spreche von Chris und Mitch, den beiden Roadies, die Stephan dabei hat. Die zwei bauen nicht nur die Verstärker auf und wechseln Gitarrensaiten, sie achten auch ständig darauf, dass alles da ist, was man braucht, oder im „Fall eines Falles“ brauchen könnte. Uns müssen sie sogar ständig den Kram hinterhertragen, den wir dauernd irgendwo liegen lassen. Ohne Mitch und Chris hätten Denis und ich unseren Klimbim bestimmt schon zehn Mal verloren – sogar die Wechselgitarren wären schon weg, wenn die zwei nicht immer alles genau im Blick hätten.

Beide spielen auch selbst Gitarre, jeder in seiner Band. Mitch spielt bei „Wir sind Eins“ und die Band von Chris heißt „Dolf“. Chris hat mir erzählt, dass im Proberaum immer ein Hund in der Bass Drum geschlafen hat. Der Hund hieß Dolf, und da der Name einer Band eigentlich immer auf der Bass Drum steht, heißt die Band natürlich auch Dolf. Und noch was: Die Snare Drum, die JC auf dieser Tour benutzt, hat Chris selbst gebaut. Das Ding klingt wie Zorros Peitschenknall. Einfach klasse!

Mitch und Chris wir danken euch. Dafür, dass ihr auf uns aufgepasst und immer dann „Ruhe ins Spiel gebracht“ habt, wenn es hektisch wurde.

B.

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