Der W

Ich bin Stephan Weidner, ich bin der „W“, schon immer. DER W aber, das ist eine Einheit. Die Summe von Hingabe, Kraft und Talent mehrerer. Die Energie, die mich durch ein zweites musikalisches Sein trägt. Eine Reise ohne Plan, aber mit einem klaren Ziel: Die Seele investieren und dem Leben unterwegs alles abtrotzen, was geht.

Edelmetallauszeichnung, Menschwerdung, Aufbruch sind Teil der DER W-Geschichte aber auch der Tod, Scherben, Wut und Angst. Wunder, gleich mehrere, sind auf dem Weg geschehen. Sie ermöglichten vieles, was ich selbst wenige Jahre vorher für ausgeschlossen hielt. Als 2008 mit „Schneller, höher, Weidner“ unser Debüt erschien, war die Welt noch eine andere: Ich hatte mit den Onkelz die größten Arenen des Landes gefüllt und deutsche Musikgeschichte geschrieben, damals aber schien die Geschichte auserzählt. DER W wurde aus der Asche der Onkelz geboren, aber es ist nicht ihre Fortsetzung mit anderen Mitteln. Sollte es nie sein, das wäre auch niemandem gerechtgeworden. DER W ist inzwischen längst selbst eine Konstante. Rupert Keplinger war an meiner Seite, als ich „Schneller, höher, Weidner“ gebar, es folgte eine lange Liste mit Gästen von Pro-Pain bis Yen, von Nina C. Alice bis Patrik Bishay und Jacob Binzer von DAD. Mit meinem musikalischen Partner Dirk Czuya, mit Henning Menke und JC Dwyer, stehen seit vielen Jahren Musiker an meiner Seite, die mich neu fordern und zu anderer, neuer Musik treiben. Sie lassen DER W fliegen. Vier Alben stehen für uns schon in den Büchern, allesamt hoch gechartet, vor allem aber mit immer unterschiedlicher Magie – mal schwarzer, mal weißer – ehrlichem Schweiß und Bier eingespielt. Annähernd 200 Konzerte zwischen Club und Wacken-Hauptbühne schweißten uns und eine erlesene Schar an Fans zusammen. Und zeigen uns in jedem Augenblick, dass es ernst und gut ist. Es fühlt sich in jedem Moment besonders an, DER W zu sein. Und das ganz besondere Gefühl ist für uns Anerkennung und ewige Verpflichtung.

Umso besser, dass mein Leben, das in den hellsten und den dunkelsten Momenten zu Musik wird, gut und gerne auf mehreren Bühnen stattfinden kann. Heute ist vieles ganz anders, als es 2008 war. Besser, natürlich. Der Enthusiasmus für DER W, dessen Stellenwert in meinem musikalischem Leben, hat sich bei mir nie geändert. Näher als bei DER W lasse ich niemanden an mich ran. Es ist meine Geschichte, erzählt mit meiner Stimme. Mit DER W erlebe ich mit und dank meinen Mitstreitern eine intensive Reise, mit reichlich Beute fürs eigene Ideenreservat. Und so ist das Ziel schon längst erreicht. Das Ende des W-ges ist aber noch lange nicht in Sicht. Album Nummer „V“ erscheint schon Mitte 2022.